Strategie · 11 min Lesezeit · von MenüNow Redaktion
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Lieferando Alternative: Eigenes Bestellsystem vs. Plattformen im Vergleich 2026

Lieferando kostet Restaurants bis zu 30% Provision. Wie funktioniert ein eigenes Bestellsystem als Alternative? Kosten, Vor- und Nachteile im ehrlichen Vergleich.

Was kostet Lieferando Restaurants wirklich?

Lieferando ist in Deutschland Marktführer bei der Essenslieferung — aber die Kosten für Restaurants sind erheblich. Laut aktuellen Berichten zahlen Restaurants zwischen 13% und 30% Provision pro Bestellung, je nach Paket und Vereinbarung.

Rechnen wir das durch:

  • Durchschnittlicher Bestellwert: €25
  • Provision 22%: €5,50 pro Bestellung
  • 100 Bestellungen/Monat: €550 Provision/Monat
  • 50 Bestellungen/Monat: €275 Provision/Monat
  • Jahreskosten bei 100 Bestellungen/Monat: €6.600

Dazu kommen oft Kosten für Werbe-Klicks auf der Plattform, wenn Restaurants sichtbarer sein wollen.

Was bekommt ein Restaurant bei Lieferando?

Lieferando bietet als Gegenleistung:

  • Reichweite in der Lieferando-App (Millionen Nutzer)
  • Abwicklung der Online-Bestellungen
  • Lieferfahrer (bei "Lieferando Delivery")
  • Zahlungsabwicklung
  • Marketing in der App (gegen Extra-Zahlung)

Was fehlt bei Lieferando?

  • Keine Kundendaten: Sie sehen nicht, wer Ihre Kunden sind. Lieferando besitzt die Kundenbeziehung.
  • Kein eigenes Branding: Der Gast bestellt "bei Lieferando", nicht "bei Ihrem Restaurant".
  • Keine Tischbestellung: Lieferando deckt nur Lieferung und Abholung ab.
  • Kein Dashboard für Analysen: Nur begrenzte Einblicke in Ihre eigenen Umsatzdaten.
  • Kein Treueprogramm: Sie können keine eigene Kundenbindung aufbauen.

Alternativen zu Lieferando: Ein ehrlicher Vergleich

KriteriumLieferandoEigenes System (z.B. MenüNow)
Kosten13–30% Provision/BestellungAb €0/Monat (Flatrate)
KundendatenGehören LieferandoGehören Ihnen
TischbestellungNeinJa (QR-Code)
Eigenes BrandingNeinVollständig
LieferfahrerJa (Lieferando Delivery)Nicht enthalten
ReichweiteHoch (Plattform)Nur eigener Traffic
TreueprogrammNeinJa
BewertungenAuf LieferandoDirekt im Menü
DSGVODrittanbieterEU-konform
DashboardBegrenztVollständig

Wann ist Lieferando sinnvoll?

Ehrliche Antwort: Lieferando ist dann sinnvoll, wenn Sie hauptsächlich durch Lieferungen Umsatz machenund noch keine eigene Kundenbasis aufgebaut haben. Die Plattform bringt Sichtbarkeit.

Aber: Die meisten Restaurants könnten deutlich profitabler arbeiten, wenn sie:

  • Lieferungen über ein eigenes System abwickeln (= keine Provision)
  • Tischbestellungen digital erfassen (= mehr Effizienz im Betrieb)
  • Kundendaten besitzen (= Kundenbindung aufbauen)

Eigenes Bestellsystem aufbauen: So geht's

Option 1: Eigene Restaurant-App entwickeln lassen

Kosten: €10.000–50.000 Entwicklung + laufende Wartung
Zeitaufwand: 3–6 Monate
Empfehlung: Nur für große Ketten mit eigenem IT-Budget sinnvoll.

Option 2: White-Label-Lösung (z.B. MenüNow)

Kosten: Ab €0/Monat (Flatrate, keine Provision)
Zeitaufwand: Unter 1 Stunde Einrichtung
Was Sie bekommen: Eigenes Branding, QR-Tischbestellung, Online-Zahlung, Dashboard
Empfehlung: Für die meisten Restaurants die beste Option.

Option 3: Kombination (Lieferando + eigenes System)

Viele erfolgreiche Restaurants nutzen beides: Lieferando für die Reichweite und ein eigenes System für Tischbestellung, Stammkunden und eigene Lieferungen (ohne Provision).

Mit dieser Strategie reduzieren Sie die Abhängigkeit von Lieferando schrittweise, während Sie weiterhin deren Reichweite nutzen.

Wie teuer ist ein eigenes Bestellsystem wirklich?

Am Beispiel MenüNow (Pro-Tarif, €79/Monat):

  • Monatliche Kosten: €59,99 (Flatrate, keine Provision)
  • Break-Even vs. Lieferando bei 22%: Ab 11 Bestellungen/Monat (€25 Ø) bereits günstiger
  • Bei 100 Bestellungen/Monat: Ersparnis von €490/Monat vs. Lieferando
  • Jahresersparnis: €5.880

Fazit: Lieferando oder eigenes System?

Lieferando nutzen, wenn: Sie neu sind, noch keine Kundenbasis haben, und hauptsächlich Lieferung anbieten.

Eigenes System aufbauen, wenn: Sie Bestandskunden haben, Tischbestellung digitalisieren wollen, Ihre Marge verbessern möchten, und Kundendaten kontrollieren wollen.

Die beste Strategie für die meisten mittelgroßen Restaurants: Beides parallel nutzen, schrittweise Stammkunden auf das eigene System migrieren.

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